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Hallo liebe Freunde der Kassette

Unsere besten Wünsche für ein gutes 2017!
Wir starten das Programm mit einem Vortrag und einer Buchpräsentation; beides noch im Januar. Es geht bald los, wir freuen uns auf Euch.
Die Kassette verändert und wandelt sich! Demnächst folgen nähere Informationen.

Bis dann und herzliche Grüsse,
Regula Ehrliholzer & Team


VON «FRANK-RÜHL» BIS «HADASSAH»
DIENSTAG, 17. JANUAR 2017 | 19.30 UHR
Flyer

INNOVATIVE HEBRÄISCHE SCHRIFTGESTALTUNG IN DER BLEISATZ-ÄRA


VORTRAG MIT BILDBEISPIELEN

Philipp Messner spricht über die moderne hebräische Schriftgestaltung zwischen der Jahrhundertwende und den 1960er-Jahren, dem Zeitpunkt der Ablösung des traditionellen Bleisatz-Drucks durch die Technik des Fotosatzes. Im Fokus stehen dabei die vielfältigen Bemühungen um eine gestalterische Erneuerung des Hebräischen in ihrem Verhältnis zur allgemeinen typografischen Kultur der Zeit.

Bis zum Aufkommen des Zionismus, der damit verbundenen hebräischen Renaissance und der jiddischen Kulturbewegung ist der Gebrauch der hebräischen Druckschrift weitgehend auf den religiösen Kontext beschränkt. Die um die Jahrhundertwende einsetzende Produktion weltlicher Literatur und vor allem das florierende Presse- und Anzeigewesen bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Form der hebräischen Schrift. Ein erstes Beispiel ist der 1924 publizierte «Katalog hebräischer und jüdischer Schriften» der Schriftgiesserei Berthold in Berlin. Der Katalog enthält u.a. die Schrift «Frank-Rühl», mit der noch heute ein Grossteil der hebräischen Texte gesetzt wird. Bis in die späten 1930er Jahre sind es neben den deutschen vor allem polnische Schriftgiessereien, die eine Vielzahl neuartiger hebräischer Typen auf den Markt bringen. Nach dem Zivilisationsbruch der Shoah tritt die hebräische Schriftgestaltung mit Gründung des Staates Israel in eine neue Phase. Im Zentrum steht dabei die Frage nach dem Verhältnis von Tradition und Moderne. Einer der Pioniere ist der in Deutschland geschulte Henri Friedlaender, der mit seiner Schrift «Hadassah» innovative Gestaltung mit einem ausgeprägtem Traditionsbewusstsein verbindet und damit neue gestalterische Massstäbe setzt.


Philipp Messner (*1975) ist Kulturwissenschaftler und Archivar an der Universität Zürich. Er beschäftigt sich seit längerem gleichermassen mit der Geschichte der Schriftgestaltung wie mit der Kultur und Gesellschaft Israels. Als wissenschaftlicher Berater begleitete er 2015 die Entwicklung der Ausstellung «New Types. Three Pioneers of Hebrew Graphic Design» im Israel Museum Jerusalem, zu der auch ein gleichnamiges Buch in Englisch und Hebräisch erschienen ist, das in der Bibliothek der ICZ aufliegt.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Omanut und Kassette.

Eintritt Fr. 15.– / Mitglieder der Kassette und von Omanut: Fr. 10.–

Beschränkte Platzzahl / Anmeldungen gerne an
:
info@die-kassette.ch


ICH WÄRE ÜBERALL UND NIRGENDS
MONTAG, 23. JANUAR 2017 | 19.30 UHR
Flyer

LITERARISCHE TEXTE SEIT 1900 AUS BEIDEN APPENZELL

BUCHPRÄSENTATION mit Rainer Stöckli, Peter Surber und Peter Weber

Die Herausgeber Rainer Stöckli (Literaturwissenschaftler), Peter Surber (Redaktor Saiten), Peter Weber (Schriftsteller) präsentieren ihre 600-Seiten-Anthologie: Literarische Texte seit 1900 aus beiden Appenzell.

Das «Jahrhundertwerk» ist im Zeitraum von vier Jahren entstanden, versammelt Belletristik aller Gattungen, nebst literarischem Bildschaffen und Feuilletonistischem. Der Buchtitel «Ich wäre überall und nirgends» verwendet ein Zitat von Peter Morger (1955–2002), der Umschlag bildet die Tastatur einer Schreibmaschine ab aus dessen Nachlass. Das in jeder Hinsicht gewichtige Grosslesebuch vereinigt die [entweder] arrivierten [oder kanonisierten] Appenzeller Schriftstellerinnen und Autoren wie Werner Bucher, Dorothee Elmiger, Werner Lutz, Helen Meier, zieht aber auch Entlegenes heran, Unklassisches, mancherlei Mundart und nicht wenig fahrlässig vergessenes Schrifttum aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dass Hermann Hesse, Cécile Lauber, Wolf von Niebelschütz, Gerold Späth, Martin Walser mit zu den Beiträgern zählen, möchte erstaunen, wird aber fundiert. Ebenfalls gerechtfertigt werden der breite Einbezug appenzellischer Dialekte sowie der Umgang damit. Ein extensives Verzeichnis aller Zitierten will wenigstens ein Jahrzehnt lang als Nachschlagewerk dienen; die digitale Version im Netz möchte der Generation der derzeit Jüngeren Zugriff bieten aufs literarische Schaffen in einem Raum, aus dem sie stammen.

Eintritt frei
Beschränkte Platzzahl / Anmeldungen gerne an
:
info@die-kassette.ch


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