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Die «KASSETTE für projekte» befand sich von März 2013 bis April 2017 in den ehemaligen Räumlichkeiten des Pendo Verlags an der Wolfbachstrasse 9 in Zürich. Wegen des Verkaufs der Liegenschaft mussten die Aktivitäten des Vereins vorübergehend eingestellt werden.

Schritt für Schritt erprobt die Kassette im Jahr 2020 im Wartsaal Wipkingen eine neue Ära.

Weil sich im Stadtteil-Bahnhof Wipkingen die einzige offizielle Agentur der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) der Schweiz befindet, konzentriert sich die Kassette in Partnerschaft mit dem Bahnhofreisebüro Wipkingen in einem ersten Anlauf auf Themen, die mit Österreich zu tun haben oder mit Österreicherinnen und Österreichern. Die Veranstaltungen finden statt im ehemaligen Wartsaal des kleinen Bahnhofs.

Herzliche Einladung zur ersten Veranstaltung:

MI | 12. FEBRUAR | 19.30 UHR

Wartsaal Wipkingen im Bahnhofreisebüro Wipkingen, Dammstrasse 54, 8037 Zürich

Judith Holly 
Pashkevilim in Mea Schearim:
Zur visuellen Kultur eines religiös geprägten Stadtviertels

Pashkevilim
Moderation: Philipp Messner



Der Jerusalemer Stadtteil Mea Schearim ist durch die Gesetzlichkeiten strenger jüdischer Lebensweisen bestimmt. Die bis heute wichtigste Informationsquelle ist hier das Pashkevil – ein einseitig bedrucktes Stück Papier zwischen Flugblatt und Plakat. Seine typografische Ästhetik ist zum einen bedingt durch das mosaische Bilderverbot, zum anderen durch die Ablehnung des technischen Fortschritts und digitaler Medien. Die Form lässt dabei kaum Rückschlüsse auf den Inhalt zu: Ein Pashkevil, das beispielsweise eine Demonstration ankündigt, funktioniert nach denselben gestalterischen Prinzipien wie ein Pashkevil, das auf Bekleidungsvorschriften aufmerksam macht. Judith Hollys Forschungsprojekt zeigt, wie Gestaltung abseits eines mitteleuropäischen Designdiskurs entstehen, aussehen und funktionieren kann.



Judith Holly (*94) ist eine österreichische Graphic Designerin und studierte Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin und an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. Mit einem besonderen Interesse an Design-Ethnographie hat sie zum Thema des Pashkevil 2017 und 2018 in Jerusalem geforscht. Zurzeit studiert sie Visual Communication and Iconic Research an der FHNW Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel.

Philipp Messner (*75) ist Kulturwissenschaftler und Archivar. Er beschäftigt sich seit längerem gleichermassen mit der Geschichte der Schriftgestaltung wie mit der Kultur und Gesellschaft Israels. Als wissenschaftlicher Berater begleitete er 2015 die Entwicklung der Ausstellung «New Types. Three Pioneers of Hebrew Graphic Design» im Israel Museum Jerusalem.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Kassette und des SGD (Swiss Graphic Designers)

Eintritt Fr. 20.– / Ermässigt Fr. 10.–
Beschränkte Platzzahl / Anmeldungen gerne an
info@die-kassette.ch

Vorschau:
Harald R. Stühlinger: Das «Rote Wien»: Bauten und Publizistik
Mittwoch, 15. April, 19h30, Wartsaal Wipkingen, Dammstrasse 54, 8037 Zürich


Die «Kassette» braucht Ihre Unterstützung. Mitglied im Verein «Kassette» werden: www.die-kassette.ch/verein/

Wir danken allen Mitgliedern und künftigen Mitgliedern für ihr Engagement. Dadurch wird es dem Verein «Kassette» möglich sein, weiterhin und regelmässig Veranstaltungen durchzuführen.

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KASSETTE . für projekte .


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